Haarausfall bei Frauen


Androgenetische Alopezie

Aus medizinischer Sicht werden 80% des Haarausfalles bei Frauen auf die erblich bedingte erhöhte Produktion von männlichen Hormonen zurückgeführt. Nur ca 30% aller Frauen, die von Haarausfall betroffen sind haben im Blut einen erhöhten Androgenspiegel. Demgegenüber kann auch ein erhöhter Androgenspiegel im Blut gemessen werden, wenn überhaupt kein Haarausfall vorliegt. Somit ist die Interpretation der Ursachen dieses Haarausfalles nicht eindeutig.


Haarausfall bedingt durch Mineralstoffverzehr

Die Frau ist in der Lage, neben den Säurepuffern Blut und Lymphe die Gebärmutterschleimhaut als Zwischenlager für Säuren zu nutzen. Während sie im Verlauf des Zyklus hier erhebliche Mengen an Säuren deponiert, ist sie nicht gezwungen die anfallenden Säuren durch Mineralverzehr zu neutralisieren; ihr bleiben dadurch ihre Mineraldepots insbesondere der im Haarboden weitestgehend erhalten. Erst wenn die Kapazität der Gebärmutterschleimhaut erschöpft ist, ist die Frau gezwungen sich der Mineraldepots in der Kopfhaut zu bedienen, um die Säuren zu neutralisieren. Dies ist in der Regel erst die letzten Tage vor der Menstruation der Fall, so daß die Frau in jungen Jahren vor dem Kopfhaarverlust verschont bleibt. Ist jedoch der Zyklus gestört, die Aufnahmefähigkeit der Gebärmutterschleimhaut gering oder der Stoffwechsel stark übersäuert, so kann es auch in selten Fällen zu frühem Haarverlust durch Mineralstoffverzehr bei Frauen kommen. Auftretender Haarausfall ist diffuser und wesentlich langsamer fortschreitend als beim Mann – die psychische Belastung der Frau ist aber wesentlich größer.


Was passiert bei der Menstruation

Da die Kapazität des Säurepuffers Gebärmutterschleimhaut gegen Ende des Zyklus erschöpft ist, steigt die Säurebelastung kurz vor der Monatsblutung sehr stark an. Die bekannten prämenstruellen Beschwerden  wie Migräne, Empfindlichkeit, Kopfschmerzen und Gereiztheit sind direkte Symptome der akuten Übersäuerung. Dies sind erste Anzeichen des Körpers, daß er jetzt gezwungen ist, mittels Mineralien Säuren zu neutralisieren. Durch die Monatsblutung werden die in der Gebärmutterschleimhaut deponierten Säuren ausgeschieden; das Depot hat sich geleert und steht wieder bereit für neue Säuren und ist somit der grundlegende Mechanismus zum Schutz vor Haarverlust bei der Frau.

 


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