Basische Körperpflege

Basische Bäder


Unsere Haut ist, neben den Nieren und dem Darm, ein sehr wichtiges Ausscheidungsorgan. Mittels des Gesetzes der Osmose werden in einem basischen Bad im Körper befindliche Säuren durch den Konzentrationsausgleich über die Haut ausgeschieden. Diese Säureausscheidung ist objektiv meßbar. Bei Badebeginn liegt der PH-Wert im allgemeinen bei ca. 8,5-9,5. Nach ca.
1-2 Stunden im Bad kann der PH-Wert um 0,5-1,0 PH sinken, d.h. das Badewasser ist nun 5-10 mal so sauer wie zu Beginn.

Neben der Ausscheidungsfunktion kann die Haut in einem basischen Bad die im Badesalz enthaltenen Spurenelemente und energiereichen Mineralstoffe in den Körper aufnehmen, was eine kräftigende Wirkung zur Folge hat.

Ein basisches Bad bewirkt darüber hinaus eine Selbstfettung der Haut über die Anregung der Schweiß- und Talgdrüsen. Das wird schon während des Badens sichtbar: das Badewasser perlt umso besser von der Haut ab, je länger man im Wasser verweilt und das Erscheinungsbild der Haut verbessert sich. Ein saures Hautmilieu wird neutralisiert.

Was ist zu beachten

Kurze Bäder und Waschungen bis zu 15 min Dauer sorgen für eine erfrischende Entsäuerung und sind vitalisierend. Für eine entschlackende und entsäuernde Wirkung eines Bades sollte die Badezeit mindestens 30 min betragen. Optimal sind längere Badezeiten von 1 bis 3 Stunden, da die Entschlackungs- und Mineralisierungsprozesse merklich erst nach 45-60 min einsetzen.

Alle 5-10 min sollte der Körper mit einem Waschlappen oder einer Badebürste abgerieben bzw. gebürstet werden, um die Ausscheidungsprodukte zu entfernen und die Aktivität der Talgdrüsen anzuregen. Bei Fußbädern bürstet man Füße und Unterschenkel von unten nach oben  (Nicht bei Krampfadern!).

Die optimale Temperatur des Badewassers liegt bei 32° bis 37° C . Höhere Temperaturen schwächen den Körper, da er über Bildung von Kälte versucht, die Temperatur wieder an die Körpertemperatur anzugleichen. Temperaturen, die 1-2° C unter der Körpertemperatur liegen, stärken dagegen das Immunsystem. Im heißen Sommer sind kühle basische Waschungen oder Sitzbäder erfrischend. Dabei läßt man das Wasser nach dem Baden bzw. der Waschung auf der Haut auftrockenen (hilft gegen starkes Schwitzen!). Bei Fußbädern sind auch ‘ansteigende’ Bäder möglich, d.h. man beginnt mit einer niedrigen Badetemperatur und füllt alle 5 min heißes Wasser nach. Die Temperatur steigt langsam an und man erreicht dadurch eine besonders entschlackende Wirkung.

Vorsicht bei starker Übersäuerung

Bei besonders übersäuerten Personen kann das Badewasser durch die Ausscheidungen eine hell- bis dunkelgraue Farbe annehmen. Darüber hinaus kann es nach dem Bad zu Hautjucken und Hautirritationen kommen, da großen Menge von ausgeschiedenen Säuren noch zum Teil in der Oberhaut stecken geblieben sind. Mit einer Abschlußspülung, bestehend aus 5l warmen Wassers mit einem viertel bis halben Liter Obstessig, kann den Beschwerden abgeholfen werden.

  Zielgerichtete Entschlackung

Basische Vollbäder wirken ganz allgemein für den ganzen Organismus entsäuernd und entschlackend. Eine zielgerichtete lokale Entsäuerung von bestimmten Organen oder besonders verschlackten Körperpartien ist über die folgenden Methoden möglich.

  •  basisches Sitzbad / Hand- / Armbad / Fußbad

  •  basische Abreibungen / Waschungen

  •  Salz-Wickel /  basische Spülungen

  •  Salz-Massagen

  •  Salzsocken / Salzhandschuhe / Salzhemd

  •  Salz-Zahn- und Mundpflege / Gurgeln

 Keine Badewanne ?

Ist keine Badewanne vorhanden, sind regelmäßige, längerdauernde Fußbäder eine wirkliche und sinnvolle Alternative. Die Füße können als Hilfsniere des Körpers betrachtet werden und sie führen zu einer effektiven Enschlackungswirkung ähnlich der des Vollbades. Ünterstützend können auch basische Waschungen bzw. Abreibungen und basische feuchtwarme Wickel sein


Anwendung  hilfreich bei / für

Die Anwendungsmöglichkeiten und Indikationen für basische Körperpflege und basische Bäder umfaßt ein breites Spektrum. Sie können z.B. hilfreich und unterstützend sein bei/für: 

  •  Hautproblemen aller Art

  •  Muskelkater und Muskelverspannungen (Milchsäure !),  Muskelkrämpfe

  •  Förderung der schnellen Abheilung von wunden Stellen, Schnitt- und Schürfwunden

  •  Hautpilzen und Flechten (Entzug des sauren Milieus als Lebensgrundlage)

 


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